Laut Weltbank wird Thailands BIP-Prognose um bis zu 10,4 Prozent zurückgehen, die schlimmste wirtschaftliche Rezession in den ASEAN-Ländern

FOTO: Thairath

National -

Das thailändische Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich die schlimmste wirtschaftliche Rezession unter den ASEAN-Ländern in der Covid-19-Pandemie sein, sagte die Weltbank gestern, 29. September.

Laut einer Studie der Organisation über das Wirtschaftswachstum der Länder im asiatisch-pazifischen Raum nach dem Ausbruch von Covid-19 könnte Thailands Wirtschaft um 8,3 Prozent oder sogar um 10,4 Prozent schrumpfen, wenn sich der Handels- und Tourismussektor sowie die politische Unsicherheit bis Ende dieses Jahres weiter verschlechtern.

In der Studie wird erwähnt, dass Thailand während des Ausbruchs der Pandemie mit vielen lokalen Übertragungen von Covid-19-Fällen konfrontiert war, diese aber bereits in einem frühen Stadium durch strikte Reise- und Gesundheitsmaßnahmen und soziale Distanzierung unter Kontrolle hatte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dazu gehörte auch die Schließung ihrer Grenzen für den Tourismus, der für Thailand ein wichtiger Wirtschaftszweig ist.

Aber die Maßnahmen sind ein zweischneidiges Schwert, da das Land in hohem Maße von den Einnahmen aus dem Export und dem Dienstleistungs- und Tourismussektor abhängig ist. Sie führen nun zu einer schleppenden Erholung der heimischen Wirtschaft, die schlimmer geworden ist als in China und Vietnam, wo der wirtschaftliche Aufschwung nun möglicherweise begonnen hat.

Wenn die Studie zutrifft, wird dies die schlimmste Schrumpfung für die zweitgrößte Volkswirtschaft Südostasiens sein, und sogar noch viel schlimmer als die Schrumpfung um 7,9 Prozent im Jahr 1998 nach der asiatischen Finanzkrise von 1997.

FOTO: Thansettakij

Kiatipong Ariyapruchya, der leitende Länderökonom bei der Weltbank, sagte gegenüber der Associated Press, dass es mindestens 3 Jahre dauern werde, bis das BIP des Landes wieder auf den Stand von vor dem Covid-Krieg sei.

sagte er: "Eine mögliche zweite Welle von Covid-19, die anhaltende Dürre und Überschwemmungen sowie die politischen Spannungen einschließlich des Rücktritts von Mitgliedern des Wirtschaftsteams und die anhaltenden regierungsfeindlichen Proteste im Land würden die thailändische Wirtschaft möglicherweise im dritten und vierten Quartal dieses Jahres bis zum nächsten Jahr oder im schlimmsten Fall für weitere drei Jahre beeinträchtigen".

FOTO: Thailändische Nachrichtenagentur

Birgit Hansl, die Länderverantwortliche der Weltbank für Thailand, erklärte weiter, dass die thailändische Regierung zwar mehrere monetäre Anreize wie die Kampagne "We Travel Together" oder zusätzliche Urlaubsreisen für die Bevölkerung Thailands zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft lanciert hat, dass sie aber das nationale BIP insgesamt nicht potenziell erholen wird. Sie erklärte auch, dass, obwohl ein schwieriges Problem, die ausländische Tourismusindustrie geschlossen zu halten, die Zerstörung der Infrastruktur des Landes für den Tourismus sei.

"Die Regierung muss zugeben, dass das Notstandsdekret die Wirtschaft des Landes verschlechtert. Es ist ratsam, mit dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um Alternativen zu finden, um die Umsetzung der Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und die Wiederbelebung der einheimischen Wirtschaft in Einklang zu bringen", schloss Birgit.

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