Thailändische Regierung stimmt für den Kauf von zwei weiteren U-Booten aus China für 22,5 Milliarden Baht, öffentliche Empörung in den sozialen Medien

Bangkok-

Ein Unterausschuss im Parlament, dessen Aufgabe es ist, verschiedene Budgetfragen zu behandeln, einschließlich der Überprüfung des jährlichen Haushaltsentwurfs für 2021, stimmte heute mit 5 zu 4 Stimmen dem Kauf von zwei 22,5 Milliarden Baht schweren U-Booten aus China zu, was in den sozialen Medien für Empörung sorgte.

Kritiker in den thailändischen sozialen Medien griffen die Entscheidung sofort an und erklärten, es sei lächerlich, diesen Kauf zu tätigen, wenn die Wirtschaft im derzeitigen Zustand und der Tourismussektor im Wesentlichen aufgrund der immer noch weitgehend geschlossenen internationalen Grenzen und der Einreiseverbote für ausländische Touristen stillgelegt seien.

Vier Abgeordnete der Koalition aus den Parteien Palang Pracharath, Democrat und Bhumjaithai stimmten dem Marinebudget für die in China hergestellten U-Boote zu, während vier Abgeordnete der Opposition gegen den Vorschlag stimmten.

Der Krawattenbrecher wurde dem Vorsitzenden des Unterausschusses, Suphol Phong-ngam, gebracht, der Mitglied der Palang Pracharath-Partei ist, die gegenwärtig die Mehrheitsmacht in der thailändischen Regierung innehat und traditionell stark für das Militär ist. Er stimmte mit Ja, was dazu führte, dass der Vorschlag angenommen wurde.

Viele, die gegen den Kauf in sozialen Medien waren, forderten, dass die fünf Abgeordneten, die dem Vorschlag zustimmten, "abgewählt" werden sollten, und forderten, dass die Bürger bei der nächsten Wahl nicht für sie stimmen sollten. In der kommenden Zukunft wird es eine zweite Lesung des Haushaltsentwurfs im Repräsentantenhaus geben, und es ist möglich, dass der Gesetzentwurf noch einmal überprüft werden könnte, wobei viele online forderten, dass das Repräsentantenhaus den Deal erneut prüfen und das Geld stattdessen für wirtschaftliche Unterstützung bereitstellen sollte.

Die Mitglieder, die für den Vorschlag gestimmt haben, haben nicht sofort auf die Kritik reagiert, obwohl festgestellt wird, dass der Vorschlag Teil eines langfristig unterzeichneten Abkommens mit China über den Kauf von insgesamt drei U-Booten ist, das vor vielen Jahren von der Regierung unterzeichnet wurde und unabhängig von der Pandemie potenziell rechtlich und vertraglich bindend ist. Das erste U-Boot wurde bereits 2017 gekauft, wird aber voraussichtlich nicht vor 2024 ausgeliefert werden. Es ist unklar, wann die beiden weiteren U-Boote geliefert werden sollen.

 

Senden
Benutzer-Bewertung
3.67 (3 Stimmen)