Coronavirus-Ausbruch in Vergnügungsgebieten in Japan beunruhigt thailändische Beamte weiter über die Eröffnung der Nachtleben-Industrie

Tokio, Japan

Die Stadtregierung von Tokio hat am Sonntag dieser Woche 47 neue Coronavirus-Infektionen bestätigt, sagte der Gouverneur von Tokio, Yuriko Koike, und markierte damit die höchste Tageszahl seit dem 5. Mai.

Von dieser Zahl wurden 18 Personen in Nachtlokalen der Hauptstadt aufgespürt.

Am Montag stellten japanische Beamte 48 Infektionen fest, von denen zwanzig auf das Nachtleben und Vergnügungslokale zurückzuführen waren. Nachtclubs und größere Etablissements sollen auch am Freitag noch öffnen, aber Bars, Karaoke-Lounges und Hostessen-Bars sind legal geöffnet.

Die Regierung von Tokio fordert die Beschäftigten in Nachtclubs und ähnlichen Unterhaltungseinrichtungen auf, sich regelmäßig auf das Coronavirus testen zu lassen. Dies ist Teil der neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus in den Ausgehvierteln der Hauptstadt wie dem Kabukicho-Viertel von Shinjuku.

"Durch aktive Tests hoffe ich, dass die Menschen sich ihrer Infektion bewusst werden und das Virus nicht auf andere übertragen", sagte Koike Reportern nach einem Treffen mit dem japanischen Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.

Unterdessen wies der Sprecher des Thai Center for Covid-19 Situation Administration, Dr. Taweesin Visanuyothin, ausdrücklich auf den gestrigen Ausbruch in Japan und zuvor in Korea in Bereichen des Nachtlebens als Grund dafür hin, warum die mehrere Milliarden Dollar schwere und weltberühmte Nachtleben-Industrie in Thailand fast die einzige Geschäftsausnahme bleibt, die immer noch nicht eröffnet wurde und für die kein endgültiger Termin geplant ist.

Kritiker wie die thailändische Vereinigung für alkoholische Getränke (Thai Alcoholic Beverage Association) bezeichneten den Vergleich zwischen Japan und Südkorea jedoch als unfair, da diese Länder nie drei Wochen hintereinander ohne einen einzigen bestätigten, lokal verbreiteten Fall geblieben seien, wie dies derzeit in Thailand der Fall ist. Hinzu kommt, dass in einigen Städten mit Nachtleben, wie z.B. Pattaya, seit Monaten kein einziger bestätigter Fall des Virus aufgetreten ist.

Dr. Taweesin erklärte, dass die thailändische Regierung weiterhin Nachtlokale in Erwägung ziehen werde, insbesondere da sich das Land einem Meilensteinziel von 28 Tagen nähere, ohne dass eine einzige bestätigte lokal verbreitete Infektion des Virus landesweit aufgetreten sei. (Dieses Datum wäre der nächste Montag, der 22. Juni.) Allerdings betreffen Situationen, wie sie in Japan zu beobachten sind, thailändische Beamte.

Japanische Beamte sagten derweil, sie hätten die Infektion unter Kontrolle, und der kleine Cluster würde ihre Pläne zur Wiedereröffnung des gesamten Nachtlebens nicht ausgleichen, und sie würden zu diesem Zeitpunkt auch nicht wieder alle Bars oder Nachtlokale schließen.

Quelle: Kyodo News, mit zusätzlichem Material von The Pattaya News

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